Geschichte des Weins


Die Geschichte des Weins ist so alt wie die Menschheit.

 

Die Wiege der Weinkultur findet man in Vorderasien bei den Sumerer, ihr Schriftzeichen für das Leben war ein Weinblatt. Die ältesten Daten über den Weinbau in Ägypten reichen bis in das Jahr 3.500 v. Chr. zurück. Die Weinbaukultur der Phönizier, Assyrer und Semiten ist etwas jünger. Ebenso verehrten die Babylonier den Weinbau. Bei den Juden pflanzte Noah, der zehnte Urvater nach Adam, der durch den Bau der Arche mit seiner Familie die Sintflut überlebte, den ersten Weinberg. Auch der erste Weinrausch fällt nach biblischer Erzählung in diese Zeit.

 

Im griechischen Kulturkreis lassen sich Wildkernfunde von Troja als erste Anzeichen der Weinbereitung deuten. Über die

Griechen gelangte die erste Weinkultur unter anderem nach Italien und fand Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Einzug in das römische Kerngebiet. Die Römer bauten den Wein auf der linken Rheinseite an, vor allem gefördert durch den römischen Kaiser Probus. Zahlreiche Funde aus dieser Zeit zeugen von dieser Kultur.

 

Eine starke Ausdehnung des Weinanbaugebietes gen Osten erfolgte erst später nach der Völkerwanderung unter den Karolingern. Unter dieser Herrschaft der westgermanischen Franken verbreiteten sich die Weinberge von Niederbayern bis nach Nürnberg. Von Kirche und Fürsten gefördert, gelangte der Weinbau im 9. Jahrhundert über Mitteldeutschland bis nach Magdeburg und Dresden. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts erreichte der Weinbau in Deutschland die größte Ausdehnung.